Die Narrenzunft "Rutsch nom" erhält und fördert das uralte Brauchtum der Dormettinger Fasnet. Als Fasnetsgesellschaft im Jahre 1972 gegründet, und seit 1987 ein eigenständiger Verein zählen wir zur Zeit um die 250 Mitglieder davon ca. 150 Hästräger.
Unsere Hauptfigur ist der 1972 geschaffene Klotzmesser. Eine von Hand geschnitzte Holzmaske, der weite Umhang mit dazu passender Hose, als Kleidung der früheren Ratsherren und in der Hand das Gabelmaß sind Ausdruck dieses Narrenkleides. Mit Ihrem verschmitzten Lächeln weisen sie auf jenes Ereignis hin, welches den Dormettingern Ihren zweiten Namen gab. Es soll vor vielen Jahren im Hardtwald eine besonders schöne und lange Tanne gehauen worden sein. Der damalige Schultes begab sich mit seinem Rat dorthin um das außergewöhnliche Naturereignis zu begutachten und zu messen. Doch vor lauter Freude hatten Sie das Gabelmaß vergessen. Der Schultes ließ daraufhin seinen Rat der Reihe nach auf den Stamm sitzen. Zu Hause angekommen, mußte jeder seinen Allerwertesten hinhalten und so konnte man die genaue Länge des Stammes ermitteln.
Als weitere Figur unserer Fasnet möchten wir Euch noch den Fuchswadel vorstellen. Der Weißnarr mit seiner Glattlarve ist seit Jahrzehnten in unserer Region verbreitet. Der Fuchswadel hat seinen Namen durch die Fuchsschwänze erhalten, die ihn als besonders schlau bezeichnen. Das Kleid ist geschmückt mit handbemalten Figuren, die sowohl aus der Märchen, Fabel und Sagenwelt stammen. Auch treten Dinge aus dem täglichen Leben auf, je nach individueller Gestaltung des Besitzers. Die Hose ist vorne und hinten mit einem zusammengehörigen Paar menschlicher Figuren bemalt. Auf der Jacke befinden sich Tiermotive und auf dem Kopftuch sind Blumen oder Gesichter dargestellt. Der rote Maschen und die Ohrringe zeichnen den Stolz und die Hoffahrt des Narren aus. Die Spiegel am Kopf sind ein Zeichen dafür, daß der Narr immer die Wahrheit sagt. Die Vollendung findet das Kleid in seinem Gschell und in der Sandwurst, mit der er beim Aufsagen seinen Worten Nachdruck verleiht.
In unserer Gemeinde gab es früher einen Waldmeister der die Arbeiten im Wald überwachte. So wie er früher eine ordnende Funktion ausübte, ist er auch heute bei uns für die Klotzmesser verantwortlich. Die Maske zeigt einen freundlichen älteren Herrn, der keinem Angst einjagen möchte, sondern eine Respektsperson darstellt. Der offene Gehrock war früher allgemein üblich, und auf der Weste trägt er das Symbol der Klotzmesser. Sein Stock stellt das früher gebräuchliche Anreißmaß da; die Länge ist 4 Fuß und auf heutiges Maß bezogen sind das 4 x 28 cm.